FREIE PLÄTZE: Freie Plätze ab August 2020
Fachkraft für Kleinkindpädagogik, qualifizierte Tagesmutter

Pädagogisches Konzept


 

Kindertagespflege Alexandra Schulz

 

 

 

Pädagogisches Konzept

 

 

 

 

Astrid Lindgren hat einen Satz gesagt, mit dem ich Sie gerne in meine Welt mitnehmen möchte:

 

 

 

Wenn die einen finden,

 

 dass man groß ist

 

 und die anderen,

 

dass man klein ist,

 

 so ist man vielleicht

 

 GERADE RICHTIG.


 

        

Schön, dass du da bist!

Auf den nachfolgenden Seiten möchte ich Ihnen einen Einblick in meine pädagogische Arbeit als Tagespflegeperson, besser bekannt als Tagesmutter, geben. Was macht mein Kind eigentlich den ganzen Tag bei der Tagesmutter und wer ist diese Person überhaupt, die da mein Kind betreut? Passt die Vorstellung der Tagesmutter zu meiner eigenen Vorstellung von Erziehung? Kann die Tagesmutter mein Kind überhaupt trösten und woher weiß sie, was mein Kind gerade braucht? Kann ich ihr vertrauen?

Viele Fragen lassen sich bereits im Vorfeld beantworten und alles, was wir im persönlichen Gespräch besprechen, können Sie auch hier noch einmal nachlesen. Die pädagogische Konzeption hilft mir in meiner Arbeit sehr, da hier alles, was die Kinder betrifft, geregelt ist, und ich mich mit den verschiedensten Themen auseinandergesetzt habe. Sie vertrauen Ihr Kind also einer Tagesmutter an, die sich bereits im Vorfeld Gedanken über die Aspekte Ablauf, Bildungsauftrag, Erziehung, Planung und Durchführung, Sicherheit, Rechte und Pflichten sowie vielen weiteren Themen gemacht hat. Natürlich ist die Konzeption auch ein Bestandteil meiner Ausbildung. Ich halte mein Konzept lebendig und werde es gegebenenfalls anpassen, wenn Ziele sich verändern. Ich möchte Ihnen sehr ans Herz legen, sich mit meinem Konzept vertraut zu machen, gerne auch zu hinterfragen und aktiv daran teilzuhaben.

Ich lade Sie ein, ganz offen in der Kommunikation zu sein und auch schwierige Themen anzusprechen. Als Eltern sind Sie absolute Profis, was die Belange Ihres Kindes angeht und ich profitiere sehr von Informationen, die Sie an mich weitergeben. Ich freue mich also sehr auf einen andauernden Austausch und stehe Ihnen bei Fragen natürlich immer zur Verfügung.

 

 

Im Namen des Volkes

Vielleicht etwas trocken, aber gerade das Gesetz darf in der Kindertagespflege nicht fehlen. Die gesetzlichen Vorgaben stellen die Grundlage für meine Arbeit als professionelle Tagesmutter dar. Folgende Texte und weitere Informationen finden Sie hier:
https://www.handbuch-kindertagespflege.de

SGB VIII: Das Bundesgesetz

Die Kindertagespflege wird bundesgesetzlich seit 1991 durch das Achte Buch Sozialgesetzbuch -Kinder -und Jugendhilfe- (SGB VIII) geregelt. Deshalb wird hier in Kurzform immer vom SGB VIII gesprochen.

Nach einigen Verbesserungen trat zum 01.01.2009 eine weitere Änderung des SGB VIII durch das Kinderförderungsgesetz (KiföG) in Kraft. Hierin sind weitere Konkretisierungen enthalten, die für einen großzügigen Ausbau der Kindertagesbetreuung und Förderung insbesondere für Kinder unter 3 Jahren erforderlich waren. Außerdem wurden mit dem KiföG u.a. Änderungen im Sozialgesetzbuch V (Krankenversicherung) und im Einkommensteuergesetz beschlossen.

Jedes Kind hat seit dem 01.08.2013 einen Rechtsanspruch auf Förderung in einer Kindertageseinrichtung oder in Kindertagespflege, auch wenn die Eltern nicht berufstätig, in Ausbildung oder arbeitsuchend sind.

Länder und Kommunen setzen das Bundesgesetz in der Praxis vor Ort um.

Vorgaben des SGB VIII zur Kindertagespflege

Kindertagespflege ist die regelmäßige Betreuung von Kindern inner- oder außerhalb des Kindeshaushaltes. Sie soll die Entwicklung des Kindes zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit fördern. Die Tagesmutter unterstützt und ergänzt die Familie bei der Bildung, Erziehung und Betreuung des Kindes.

Kindertagespflege kommt für Kinder zwischen 0 und 14 Jahren in Frage, vor allem aber für Kinder unter drei Jahren. Kinder haben vom vollendeten dritten Lebensjahr an bis zum Eintritt in die Schule einen Anspruch auf einen Platz in einer Tageseinrichtung. Für sie kann (auch zusätzlich) eine Förderung durch die Betreuung in Kindertagespflege in Frage kommen. Auch für Schulkinder kann die Betreuung in Kindertagespflege eine Alternative sein.

Die Grundsätze der Kindertagesbetreuung regelt der § 22 SGB VIII gleichermaßen für die Tageseinrichtungen und die Kindertagespflege. In § 23 SGB VIII ist im Besonderen die Kindertagespflege geregelt. Der Rechtsanspruch auf Förderung für Kinder ab dem ersten Lebensjahr wird in § 24 SGB VIII aufgeführt.

Das bin ich!

Mein Name ist Alexandra Schulz und ich bin 1978 geboren. Aufgewachsen bin ich in Wersen und habe, bis auf kurze Ausflüge nach Osnabrück, auch einen Großteil meines Lebens hier verbracht. Beruflich habe ich viel Erfahrung im Kundenmanagement und der allgemeinen Bürotätigkeit sammeln können.

Nach der Geburt meiner Tochter Mayra im Jahr 2010 stand ich selber vor der Frage, wie meine Tochter betreut werden kann, wenn ich wieder arbeiten gehe. Nachdem ich für meine damals 1-jährige Tochter keinen Krippenplatz bekam, vermittelte mir das Jugendamt eine Tagesmutter ganz in der Nähe meines Wohnortes. 3 Monate bevor ich wieder anfangen wollte zu arbeiten, besuchten wir die Tagesmutter 1-mal in der Woche, um meine Tochter langsam an die neue Bezugsperson bzw. auch an die anderen Kinder zu gewöhnen. Durch die lange und entspannte Eingewöhnungszeit hatten wir einen optimalen Start in die Kindertagespflege, und meine Tochter hatte auch beim späteren Wechsel in den Kindergarten keine großen Trennungsängste.

2015 bekam meine Tochter die Diagnose Diabetes Typ 1 und danach war für mich schnell klar, dass sich Arbeit und Familie nicht miteinander vereinbaren lassen, ohne dass etwas oder jemand auf der Strecke bliebe, jedenfalls in unserem speziellen Fall.  

Als damalige Vorsitzende des Fördervereins des ev. Kindergarten in Wersen sprach mich eine Vereinskollegin an und fragte, ob ich schon mal über die Kindertagespflege nachgedacht hätte. Sie arbeitet selber als Tagesmutter und lud mich zu sich nach Hause ein, damit ich mir von der Arbeit als Tagesmutter einen Eindruck verschaffen konnte. Da ich ehrenamtlich schon zu dieser Zeit viel und gerne mit Kindern zu tun hatte, sei es in der Bücherei in der Grundschule, bei der Lesepatenschaft oder bei Aktionen, die wir vom Kindergarten für Kinder anboten, war ich sofort interessiert, und setzte mich mit dem Fachdienst Kindertagespflege (KTP) des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) in Verbindung. Nach weiteren Besuchen bei der Tagesmutter und vielen Informationen über das Thema Kindertagespflege war für mich klar: das möchte ich machen! Die Aussicht auf einen kreativen und spannenden Job, mein eigener Chef zu sein und nicht mehr dem tristen Büroalltag mit seinen starren Regeln und Anforderungen folgen zu müssen, bestärkte mich in meiner Entscheidung. Vor der Verantwortung hatte ich und habe ich großen Respekt, da die Kinderbetreuung nicht nur Wickeln, Füttern und Schlafen bedeutet. Ihr Kind besucht bei mir seine erste Bildungseinrichtung und findet hier individuelle Entwicklungsbedingungen und -möglichkeiten, lernt Methoden der Konfliktlösung, Regeln und Freiräume kennen und wird in seinem Sozialverhalten gefördert. Alles lässt sich gar nicht aufzählen, aber es wird deutlich, dass der Beruf der Tagesmutter sehr viele Möglichkeiten bietet und für mich habe ich erkannt, welche Stärken ich hier einbringen kann. Seit Januar 2018 arbeite ich als Tagesmutter und erlebe jeden Tag, dass ich mich richtig entschieden habe.

Zu meiner Familie gehören mein Ehemann Torsten und unsere Tochter Mayra. Paul, als Assistenzhund in Ausbildung und Hundedame Frieda sind auch immer dabei.  Ihr Kind wird mit allen Familienmitgliedern in Kontakt kommen. Mayra ist vormittags in der Schule, freut sich aber schon sehr darauf, mit den Kindern nachmittags spielen zu können.

Die Ausbildung zur qualifizierten Tagespflegeperson habe ich im Dezember 2018 in Ibbenbüren erfolgreich abgeschlossen. Ich bin zertifizierte Tagespflegeperson nach dem DJI Curriculum über 160 Unterrichts-Stunden und als solche bundesweit anerkannt. Meine Pflegeerlaubnis berechtigt mich maximal 5 Kinder zur gleichen Zeit zu betreuen. Auch nach meiner Ausbildung bilde ich mich weiter, um in meiner Arbeit immer auf dem aktuellen Stand zu sein. Angeboten werden die verschiedensten Fortbildungen zu Themen rund um die Kindertagespflege.

Regelmäßig nehme ich an einem 1. Hilfe-Kurs teil, der speziell für Personen ausgerichtet ist, die mit Kindern arbeiten. Zusätzlich habe ich eine Hygienebelehrung durch das Gesundheitsamt Tecklenburg bekommen. Auch diese wird regelmäßig erneuert, damit der Wissensstand aktuell bleibt.

Hier kannst du auf Entdeckerreise gehen!

Mir ist es sehr wichtig, dass Ihr Kind sich frei bewegen kann, daher sind meine Räumlichkeiten dementsprechend gestaltet. Betreut, gespielt und gelebt wird in einem separaten Wohnbereich im EG-Bereich des Hauses. Hier steht den Kindern ein Spielzimmer, eine Küche, ein Schlafraum und ein eigenes Badezimmer zur Verfügung. Alle Räume sind miteinander verbunden und für die Kinder frei zugänglich. Auch der restliche Teil des Hauses kann genutzt werden, hauptsächlich halten wir uns aber in den Kita-Räumen auf, da hier alle Spielsachen untergebracht sind und die Möglichkeit zum Wickeln gegeben ist, ohne dass ich den Raum verlassen muss und die spielenden Kinder weiter im Blick habe.

Über das Spielzimmer gelangen die Kinder auf die überdachte Terrasse und können hier den Kräutern beim Wachsen zusehen oder auch gerne mal probieren.

Zum Spielen im Garten nutzen wir allerdings den Ausgang in der Küche im EG, da sich hier ein kindgerechter Handlauf für die 3 Stufen nach unten befindet. So kann auch direkt das Treppensteigen erlernt werden.

Im hinteren Teil des Gartens befinden sich ein Sandkasten, eine Rutsche und ein Spielhaus. Auch die Möglichkeit mit Wasser zu experimentieren ist gegeben, ohne eine Gefahr. Hinter dem Gartenzaun befindet sich eine Wiese, auf der im Frühling und Herbst Pferde grasen, zudem ist auch ab und zumal ein Trecker zu sehen. Die Kinder dürfen sich in diesem Teil des Gartens frei bewegen und sind aus der Küche und auch aus dem Eingangsbereich immer zu sehen.

Im vorderen Teil des Gartens befindet sich ein großes, durch Netze gesichertes, Trampolin, das die Kinder gerne nutzen. Natürlich nicht ohne Aufsicht. Weiterhin lädt der Garten zu großen Entdeckertouren ein, und auch die Bobby Cars werden gerne mal auf den Wegen getestet. Das komplette Grundstück ist umzäunt und der Eingangsbereich ist durch ein Tor und eine Schließanlage gesichert.

Im Schlafbereich stehen Reisebetten zur Verfügung und jedes Kind bekommt eine eigene Matratze. Auch der Sitzsack im Spielzimmer lädt zum Ausruhen ein, damit kann ich individuell auf die Bedürfnisse der Kinder eingehen.

Meine Räumlichkeiten und der Garten wurden vom Fachdienst KTP hinsichtlich der Sicherheit für Kinder geprüft und mit Erhalt der Pflegeerlaubnis freigegeben.

In unmittelbarer Umgebung finden Sie viel Land und viel Natur. Die perfekten Voraussetzungen für kleine Entdecker. Ich freue mich sehr über meine tollen Nachbarn und bin in der Lage, Ihren Kindern viele Erfahrungen zu ermöglichen.

Bauer Bastian Bartels fährt mit uns Trecker, zeigt uns Schafe und pflanzt mit uns Kartoffeln. Auf dem Hof Winkelmann dürfen wir uns Kühe, Ponys und Esel Lotta angucken. Im Wald gibt es ebenfalls viel zu entdecken, und die Wiesen zwischen den landwirtschaftlich genutzten Flächen laden immer wieder zum Blumenpflücken ein.

Mein Mann ist Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr in Wersen und zeigt uns gerne mal ein Feuerwehrauto von innen.


Das lernst du bei mir!

Mein Schwerpunkt ist ausgelegt auf die Betreuung von Kindern unter 3 Jahren, bevor sie in den Kindergarten gehen. Ebenfalls biete ich aber auch Randzeitenbetreuung für alle Altersklassen an.

Die meisten Kinder starten in der Kindertagespflege mit ca. 1 Jahr und haben sehr unterschiedliche Grundvoraussetzungen. Mein Fokus liegt darauf, die Kinder in den folgenden Punkten zu unterstützen und zu fördern: Laufen lernen, sicheres Treppen steigen, altersgerechte Mahlzeiten alleine zu sich zu nehmen, Spielen mit verschiedenen Materialien, Entdecken, Sprache, Selbständigkeit. Durch gezielte Beobachtung nehme ich wahr, welche Bedürfnisse und Vorlieben das Kind hat, und bin in der Lage, darauf einzugehen und dem Kind individuell in seiner Entwicklung zu unterstützen.

Mir ist es sehr wichtig, dass die Tageskinder entspannt ihre neue Umgebung entdecken können, Hektik hat bei uns keinen Platz. Wir haben einen groben Tagesablauf, auf den ich im weiteren Verlauf näher eingehe, die Spontanität darf aber nicht fehlen. Gerade bei sehr kleinen Kindern muss ich in der Lage sein, auch mal schnell umdisponieren zu können.

Ich fördere die Eigenständigkeit der Tageskinder und lasse sie Dinge in ihrer eigenen Zeit erleben und erfahren. Mir gefällt das Motto: So wie du bist, bist du gut. Ich nehme Ihr Kind so an, wie es ist und versuche nicht, es zu verändern, sondern es zu unterstützen, wo es Hilfe benötigt.

Sie als Eltern und ich als Tagesmutter sind sehr wichtige Partner in diesem Betreuungsverhältnis, und ich freue mich immer sehr über einen ehrlichen Austausch. Nur mit ihrer Hilfe kann ich Ihr Kind optimal betreuen und in seiner Entwicklung fördern.

Wenn Ihr Kind meine Einrichtung verlässt, hat es viel Neues gelernt, das es nun im Kindergarten verfestigen kann. Neben den Grundlagen, wie laufen, sprechen, Sozialverhalten und selbständig essen, hat ihr Kind vielleicht schon gelernt, Farben, Tiere und Gegenstände zu benennen und zuzuordnen; es ist vielleicht schon ein halber Artist auf dem Laufrad geworden, schmettert die schönsten Lieder oder schwingt die Hüften zur Musik wie kein zweites und malt, dass Picasso ganz blass daneben aussieht.

Der 1. Kontakt!

Als selbstständige Tagesmutter arbeite ich auch mit dem Fachdienst Sozialdienst katholischer Frauen (SKF) in Ibbenbüren zusammen und erhalte Betreuungsanfragen. Der erste Kontakt kann daher für Sie als Eltern über den SkF hergestellt werden. In einem Telefonat besprechen wir die Rahmenbedingungen und vereinbaren dann einen Termin für ein persönliches Gespräch.

Vielleicht haben Sie aber auch durch Bekannte/ Freunde etc. von mir erfahren und stellen den Kontakt selbst her.

Sind die Rahmenbedingungen (Alter, Betreuungszeit, individuelle Anforderungen) geklärt, freue ich mich sehr auf das persönliche Gespräch mit Ihnen und Ihrem Kind. Das Telefonat und auch das Gespräch sind natürlich völlig unverbindlich und dienen nur dem Kennenlernen.

Unser Gespräch findet am späten Nachmittag oder am Wochenende statt, damit wir ungestört sind und keinen Zeitdruck haben.

Sie haben bestimmt viele Fragen und sind sehr gespannt und aufgeregt, mir geht es nicht anders. Gerne zeige ich Ihnen, wo Ihr Kind spielen und schlafen wird und gehe auf Ihre Fragen ein.

Auch Ängste und Sorgen haben hier ihren Platz und dürfen immer angesprochen werden.

Nachdem wir uns kennengelernt haben, bitte ich Sie sich ganz in Ruhe zu überlegen, ob eine Betreuung in meiner Einrichtung für Sie in Frage kommt und wir vereinbaren einen Termin für ein weiteres Telefonat.

Entscheiden wir uns zusammen für eine Betreuung in meiner Einrichtung, nehmen Sie wieder Kontakt mit dem SkF in Ibbenbüren auf, oder wir vereinbaren einen individuellen Vertrag. 

In unserer Grundlage, der Betreuungsvereinbarung, regeln wir zusammen alles, was die Betreuung Ihres Kindes betrifft. Personenbezogene Daten der Vertragspartner, Betreuungszeiten, Erreichbarkeit im Notfall, Vertragsdauer, Änderung- oder Beendigung des Vertragsverhältnisses, Arztbesuche und Erkrankung des Kindes und individuelle Absprachen für den Betreuungsalltag und alles was Ihnen wichtig ist, halten wir in dieser Vereinbarung fest. Wichtig in unserer Erziehungspartnerschaft, die Sie und ich für Ihr Kind eingehen, ist die Schweigepflicht. Hierbei verpflichten wir uns, über alle Angelegenheiten, die den persönlichen Lebensbereich betreffen und ihrer Natur nach eine Geheimhaltung verlangen, Stillschweigen zu bewahren. Dies gilt auch für die Zeit nach Beendigung des Betreuungsverhältnisses.

Der Bildungsauftrag ist in der Betreuungsvereinbarung ebenfalls enthalten und zwar in Form eines Portfolios, das unter anderem dazu dient, den Entwicklungsstand Ihres Kindes zu dokumentieren.

 

Die Betreuungsvereinbarung gibt uns auch Raum, um über die Vorstellung der Erziehung zu sprechen und unsere Erziehungs- und Bildungspartnerschaft festzulegen. Partnerschaft heißt Zusammenarbeit für ein gemeinsames Ziel und einen gemeinsamen Zweck. Können wir offen miteinander sprechen, bereichern wir uns gegenseitig im Interesse des Kindes und finden so die besten Entwicklungsbedingungen.

Sie als Eltern und ich als Tagesmutter sind ungleiche Partner, aber gleichwertig!

Sie sind Experten für Ihr Kind und kennen es in jeder Lebenslage. Es besteht eine enge, emotionale Bindung. Die Elternschaft ist unkündbar!

Ich bin Expertin für Kinder im Allgemeinen. Ich habe meine berufliche Erfahrung und Qualifikation und bewahre eine professionelle Distanz zu Ihrem Kind. Meine Bindung ist sekundär, das heißt, sie ist nicht ursprünglich, sondern zweitrangig.

Das sind unterschiedliche Rollen und Aufgaben, die wir akzeptieren müssen, die uns aber zu einem starken Team machen!

Los geht’s!

Der Vertrag ist unterzeichnet und wir können mit der Eingewöhnungsphase beginnen.
Eine spannende und mitunter sehr anstrengende Zeit für das Tageskind und Mama oder Papa.   

Für die Eingewöhnung sollten Sie sich 4 Wochen Zeit nehmen. Das mag sehr lang klingen, aber Ihr Kind wird diese Zeit benötigen. Die Eingewöhnung erfolgt in kleinen Schritten, da Ihr Kind in den meisten Fällen zum ersten Mal lernen muss, sich von seinen Eltern für eine längere Zeit zu trennen. Neue Tagesabläufe, fremde Kinder, eine ungewohnte Umgebung - all das kann bei Ihrem Kind Stress auslösen. Auch Sie als Eltern müssen sich an die Veränderung gewöhnen und sehen dem Eintritt in meine Einrichtung mit gemischten Gefühlen entgegen. Auch wenn Sie froh darüber sind, einen Betreuungsplatz bekommen zu haben, der förderlich für die Entwicklung Ihres Kindes ist und damit Sie in das Berufsleben zurückkehren können oder auch einfach nur wieder etwas mehr Zeit für sich selbst haben, so bleibt auch die Angst, ob dieser Schritt der richtige ist.

Kann ich der Tagesmutter vertrauen?

Die Eingewöhnung in meiner Kindertagespflege ist angelehnt an das Berliner Eingewöhnungsmodell nach infans (Institut für angewandte Sozialisationsforschung/ Frühe Kindheit e.V.). Das Modell stützt sich auf die Bindungstheorie von John Bowlby. Die Grundlage des Modells ist die Beachtung der Bindung des Kindes an seine Mutter / seinen Vater und der unterschiedlichen Bindungsqualitäten. In der Regel werden mit der Anwendung des Berliner Eingewöhnungsmodells ein bis ca. drei Wochen für die Eingewöhnung eines Kindes benötigt. Es darf dabei niemals aus den Augen verloren werden, dass jedes Kind das Tempo seiner Eingewöhnungszeit selbst bestimmt. Je nach Temperament, bisherigen Bindungserfahrungen und individuellem kindlichem Verhalten, dauert eine Eingewöhnung unterschiedlich lange. Generell stellt der neue aufregende Schritt in die Kindertagesbetreuung und die Trennung des Kindes von seinen Eltern eine Belastung dar, die durch eine langsame und sensible Eingewöhnung deutlich gemindert wird.

Das komplette Eingewöhnungsmodell können Sie bei Interesse hier nachlesen: https://www.kita-fachtexte.de/uploads/media/KiTaFT_Braukhane_Knobeloch_2011.pdf

Die dreitägige Grundphase

Die Bezugsperson sollte sich mit dem Kind für ein bis zwei Stunden in der Einrichtung aufhalten. Dabei verhält sie sich passiv, aber aufmerksam gegenüber den Signalen des Kindes. Sie ist für das Kind der „sichere Hafen“, d. h. sie folgt dem Kind nicht, ist aber immer gut erreichbar und aufmerksam (eine Zeitung zu lesen und das Spielen mit anderen Kindern ist hier sehr kontraproduktiv). Ich versuche vorsichtig, über Spielangebote Kontakt zum Kind aufzubauen. Es finden keine Trennungsversuche statt. Die Pflegeroutinen vollzieht die Mutter/der Vater.

Der erste Trennungsversuch

Am vierten Tag entfernt sich die Bezugsperson nach einiger Zeit aus dem Gruppenraum, nachdem sie sich vom Kind verabschiedet hat. Lässt sich das Kind schnell von mir beruhigen oder ist es eher gleichmütig, sollte die erste Trennungsperiode 30 Minuten betragen. Wirkt das Kind hingegen verstört oder beginnt zu weinen, ohne sich schnell trösten zu lassen, so sollte die Trennung nicht länger als fünf bis zehn Minuten betragen.

Die Stabilisierungsphase

Die Stabilisierungsphase beginnt mit dem fünften Tag (mit dem sechsten, wenn der fünfte Tag ein Montag ist). Ich übernehme zunehmend – erst im Beisein der Bezugsperson – die Versorgung des Kindes (Füttern, Wickeln etc.). Ich biete mich gezielt als Spielpartner an und reagiere auf die Signale des Kindes. Die Trennungszeiten werden, unter Beachtung der Bedürfnisse des Kindes, täglich verlängert. Akzeptiert das Kind die Trennung noch nicht, sollte bis zur zweiten Woche mit einer neuen Trennung gewartet werden. Es wird jedoch nie an einem Montag mit einem neuen Schritt begonnen. Nach dem infans-Konzept können Kinder ab dem fünften Tag auch bereits in der Einrichtung schlafen.

Die Schlussphase

In der Schlussphase der Eingewöhnung ist die Bezugsperson nicht mehr in der Einrichtung anwesend, jedoch jederzeit für Notfälle erreichbar. Ich werde nun als „sichere Basis“ vom Kind akzeptiert, d. h. es lässt sich auch nachhaltig von mir trösten. Das Kind ist nun bereits für mehrere Stunden täglich bei mir. Es hat den Alltag kennengelernt und ist dabei, sich in die Gruppe zu integrieren.

So weit die Theorie. In der Praxis werden wir immer wieder auf Verhalten treffen, das sich vielleicht nicht so leicht lenken lässt und einen individuellen Weg erfordert. Gerade in dieser sensiblen Phase stehe ich Ihnen mit meiner Erfahrung zur Seite und helfe Ihnen und Ihrem Kind.

Vielleicht hilft es Ihnen auch die Trennungssituation vorab gedanklich durchzugehen und sich innerlich vorzubereiten. Auf den Schmerz Ihres Kindes, aber auch vielleicht auf Ihren ganz eigenen Schmerz. Machen Sie sich stark und überlegen Sie sich wie sie die Verabschiedung von Ihrem Kind gestalten möchten. Bleiben Sie positiv beim Abschied, auch wenn ihr Kind vielleicht lautstark weint und nach Ihnen verlangt. Versichern Sie ihm, dass Sie gleich wieder da sind und dass die Tagesmutter in dieser Zeit auf es aufpasst. Das Wichtigste ist, dass Sie zu der vereinbarten Zeit wieder da sind und gerade in der Eingewöhnungsphase immer erreichbar sind.

Auch Sie dürfen Ihren Gefühlen Raum geben. Ich saß manches Mal im Auto, fuhr zur Arbeit und die Tränen kullerten mir über die Wangen, weil meine Tochter nicht im Kindergarten bleiben wollte und weinend am Fenster stand, um mir beim Gehen zuzusehen.

Ich fühlte mich wie der schlechteste Mensch der Welt. Was aber hätte meine Tochter gelernt, wenn ich meinem Impuls nachgegeben und sie wieder mit nach Hause genommen hätte?

Wenn Mama glaubt, dass ich nicht alleine im Kindergarten bleiben kann, wie soll ich das dann schaffen? Dann kann ich das auch nicht.

Ihre positive Grundhaltung kann sehr viel bei Ihrem Kind bewirken und es stark machen, auch in seinem weiteren Leben schwierige Situationen zu meistern.

Mir war immer klar, dass es meiner Tochter bei der Tagesmutter und auch später im Kindergarten gut ging und ich mich darauf verlassen konnte, dass ich benachrichtigt werden würde, wenn meine Tochter sich gar nicht beruhigen könnte. Was übrigens nicht ein einziges Mal vorgekommen ist. Ich habe aber auch meinen Gefühlen Raum gegeben und Trauer, Angst und auch Wut nicht verdrängt, sondern mich damit auseinandergesetzt.

Sprechen Sie über Ihre Ängste und Gefühle, es kann nur helfen. 

Unser Tagesablauf

Die Ankunft liegt zwischen 7:30 Uhr und 9:00 Uhr. Planen Sie ggf. etwas mehr Zeit ein, damit Ihr Kind ganz entspannt ankommen kann. Gerade in der Anfangszeit ist es wichtig, dass Ihr Kind sich sicher fühlt und Vertrauen aufbauen kann. In der Bring- und Verabschiedungsphase können die Kinder frei spielen.

Ab 8:30 Uhr starten wir mit dem Sing- und Spielkreis. Die Kinder lernen altersgerechte Lieder und Reime, Fingerspiele und hören kleine Geschichten. Die Kinder erfahren die Jahreszeiten und wir beachten natürlich auch die Feiertage. Buchstaben, Zahlen, Tiere und Musik lernen wir auf die unterschiedlichsten Arten kennen und können dabei immer selber zum Entdecker werden.

Ab 9:15 Uhr bereiten wir zusammen das Frühstück vor und gehen dazu in die Küche. Altersabhängig helfen die Kinder bei der Zubereitung mit, bevor sie gemeinsam am Tisch essen.

Gegen 10 Uhr starten wir in die Natur und treffen uns mit anderen Kindern auf dem Spielplatz, erkunden den Garten oder die Nachbarschaft, erfahren die Jahreszeiten und entdecken Kühe, Pferde und Ponys auf den Bauernhöfen. Müssen wir zu Hause bleiben, weil das Wetter es wirklich nicht zulässt rauszugehen, dann gehen wir auf Entdeckertour im Haus, bauen Höhlen, springen über gefährliche Flüsse und kämpfen gegen Kuschelattacken von mächtigen Labradoren. Und in Mayras Zimmer gibt es bestimmt noch viel mehr zu entdecken.

Gegen 11:30 Uhr sind wir wieder zurück und beginnen mit der Vorbereitung für das Mittagessen. Auch hier wird wieder altersabhängig geholfen. Zusammen sind wir in der Küche und können am Tisch malen und basteln bis das Essen fertig ist.

Zwischen 12:30 Uhr und 14:30 Uhr legen sich die Kinder in unserem Schlafzimmer zum Mittagsschlaf hin und können dort ganz entspannt neue Kraft für den Nachmittag sammeln und das Erlebte verarbeiten. Findet ein Kind mal nicht in den Schlaf, machen wir es uns auf dem Sofa gemütlich, kuscheln und denken uns Geschichten aus.

Nach dem Mittagsschlaf beginnt das freie Spielen im Haus oder im Garten. Dazu kann aber auch das Basteln oder Singen und Tanzen gehören oder ein weiterer Besuch auf dem Spielplatz. Die Nachmittage werden individuell gestaltet. Zum Zeitpunkt der vereinbarten Abholung des Kindes sind wir aber auf jeden Fall wieder zurück.

Planen Sie auch bei der Abholung bitte etwas Zeit ein, damit wir uns entspannt verabschieden können und, falls notwendig, noch Absprachen für den nächsten Tag treffen können.


Ich will aber nicht singen!

Der grobe Tagesablauf steht also, aber wie erkläre ich dem 1-jährigen Kind jetzt, dass es nicht mehr spielen darf und jetzt brav im Kreis sitzen muss und singen soll?

Die Wahrnehmung von Bedürfnissen und Individualität spielt hier eine ganz große Rolle. Durch ständiges Beobachten von Verhalten kann ich auf die Bedürfnisse jedes einzelnen Kindes eingehen und unseren gemeinsamen Tag gestalten.

Die Kinder werden immer mit in die Planung des Tages mit einbezogen und gefördert, sich bewusst zu entscheiden. Die ständige Kommunikation mit den Kindern ist sehr wichtig und ich erkläre den Kindern immer, was ich gerade mache. Wenn ein Kind gewickelt werden muss, erkläre ich ihm, warum es jetzt auf den Wickeltisch muss und was gemacht wird. Interessierte Kinder werden miteinbezogen und nehmen ggf. auch auf dem Wickeltisch Platz. Natürlich nur, wenn das zu wickelnde Kind es zulässt und unter dem Aspekt der Sicherheit.

Stellen Sie sich also vor, die Eingewöhnung Ihres Kindes haben wir erfolgreich abgeschlossen und Sie bringen Ihr Kind morgens gegen 8 Uhr zu mir.

Wir begrüßen uns im Flur und Ihr Kind kann Jacke und Schuhe ausziehen und verstauen, die Hausschuhe oder Stoppersocken anziehen und die mitgebrachte Tasche in sein Fach legen.

Wir verabschieden uns an der Tür oder Sie begleiten Ihr Kind noch mit in den Spielbereich, um sich dort zu verabschieden.

Im Spielbereich stehen den Kindern verschiedene Kisten mit Spielzeugen zu Verfügung. Diese Kisten dürfen selbstständig erkundet werden. Ebenfalls lädt eine große Spielküche zum Kochen und Backen ein. Aus Holz- und Legobausteinen können große Türme entstehen und viele Bücher warten darauf, angesehen zu werden. Ein Schaukelpferd und 2 Bobbycars können ebenfalls genutzt werden.

Die Spielzeuge werden regelmäßig auf Funktionalität geprüft, gesäubert und ggf. ersetzt.

In der Zeit bis 9 Uhr treffen alle weiteren Kinder ein und können frei spielen.

Gerade im Freispiel treten unter den Kindern immer mal wieder Konflikte und Frustration auf. Das Teilen von Spielzeug ist hier das Hauptthema und natürlich auch das eigene Scheitern. Als Tagesmutter helfe ich den Kindern, diese Konflikte selbst zu lösen und mische mich nur ein, wenn die Situation für die Kinder alleine nicht zu bewältigen ist.

Max nimmt immer wieder Moritz das Spielzeug weg und beobachtet, wie Moritz weint. Ich tröste Moritz und sage ihm, dass er bestimmt sehr traurig ist, weil er gerne mit seinem Spielzeug spielen möchte und ermuntere Max, das Spielzeug zurückzugeben, da Moritz sich das Spielzeug ausgesucht hat.

Alternativ frage ich die Kinder, wie sie mit der Situation umgehen möchten und ob sie eine Lösung haben.

Manchmal lässt sich aber ein Konflikt auch nur mit einer Ablenkung entschärfen. Hier hilft vielleicht ein kurzes Entspannungsspiel oder eine kleine Tanzeinlage zur Lieblingsmusik, damit die angestauten Gefühle rausgelassen werden können.

Hilf mir, es selbst zu tun…

… sagt Maria Montessori und meint damit, dass Kinder unbewusst nach Selbständigkeit streben. Sie möchten sich von den Erwachsenen lösen und die Welt auf eigene Faust entdecken. Aus diesem Streben heraus entwickelt sich das Kind fortwährend weiter. Weil das Kind den Drang verspürt, Laufen zu lernen, startet es irgendwann die ersten Versuche, auf eigenen Beinen zu stehen.

Obwohl die Kinder selbständig sein möchten, sind sie noch vom Erwachsenen abhängig. Dies spiegelt sich im bekannten Ausspruch „Hilf mir, es selbst zu tun!“ wider. Einerseits braucht das Kind jemanden, der ihm zeigt, wie etwas geht. Andererseits ist es aus sich heraus bestrebt, Neues zu lernen und erwachsen zu werden. Weil das Kind selbst lernen möchte, braucht es also weder Druck noch Zwang ausgesetzt zu werden.

Die Frustrationsgrenze ist bei Kleinkindern sehr gering und Gefühlsausbrüche gehören zur Tagesordnung. In Momenten völliger Frustration helfe ich den Kindern, indem ich ihre Gefühle wahr- und ernstnehme. Ich lasse die Tageskinder mit ihren Gefühlen nicht alleine und zeige ihnen, dass auch Gefühle wie Wut und Angst in Ordnung sind. Ich respektiere ihre Grenzen, ermutige sie aber immer, Dinge auszuprobieren.

Wenn Sie mehr über die Arbeit von Maria Montessori erfahren möchten, sprechen Sie mich gerne an. Viele nützliche Informationen finden Sie natürlich auch im Internet, z.B. hier: https://www.elternkompass.de/hilf-mir-es-selbst-zu-tun-montessori-paedagogik/

Wir haben Hunger, Hunger, Hunger…!

Für das Frühstück setzen wir uns alle zusammen an einen Tisch, nachdem wir das Spielzeug wieder in die Kisten gepackt und unsere Hände gewaschen haben. Entweder nutzen wir den Tisch im Esszimmer und die Kinder sitzen in Hochstühlen, oder die Kinder essen am kleinen Tisch auf altersgerechten Stühlen, was ich bevorzuge.

Im Angebot sind Brot, belegt mit Käse, Wurst oder Marmelade, kleinkindgerechte Frühstückscerealien, frisches Obst und Gemüse der Saison.

Als Getränk gibt es stilles Wasser und bei Bedarf ungesüßten Tee.

Das Frühstück darf aber gerne auch von zu Hause mitgebracht werden. Für das Frühstück berechne ich eine tägliche Pauschale von 0,50€ pro Kind. Für das mitgebrachte Frühstück wird natürlich nichts berechnet.

Die Kuh macht Wau Wau! Wie bitte?

Nach dem Frühstück helfen alle Kinder beim Abräumen des Tisches und ich prüfe bei allen Kindern, ob die Windeln gewechselt werden müssen. Natürlich ist so ein Windelwechsel ständig im Blick und wird zu jeder Zeit und bei jeder Aktivität „nebenbei“ erledigt. Der Wickeltisch befindet sich im Spielbereich und sind wir gerade im Garten, wird der Popo unter freiem Himmel gesäubert.

Nachdem alle Kinder versorgt sind, ziehen wir uns an und packen unsere Trinkflaschen und etwas zum Knabbern für unterwegs ein. Beim Anziehen benötigen die meisten Kinder noch Hilfe, die größeren Kinder unterstützen hier aber sehr gerne.

Unterwegs sind wir zu Fuß, mit dem Zwillingsbuggy, mit dem Croozer oder mit dem Kinderbus. Wenn die Anzahl der Kinder es zulässt, hängen wir den Croozer an das Fahrrad und fahren auch mal eine weitere Strecke zum See oder gehen in Westerkappeln ein Eis essen.

Die Umgebung bietet viele schöne Möglichkeiten zum Entdecken und das nutzen wir täglich aus. In der Natur können so viele Erfahrungen gemacht werden und das Wetter hält uns wirklich nur sehr selten auf. Bei extremen Wetterlagen bleiben wir natürlich im Haus, um Gefahren zu vermeiden.

Sie treffen uns im Dorf auf dem Weg zum Supermarkt, um frische Zutaten für das Mittagessen einzukaufen, bei den Ponys von Familie Winkelmann, beim Trecker gucken bei Bauer Bartels, Blumenpflücken auf den Wiesen, im Wald auf der Suche nach Waschbären, beim Spaziergang mit unserem Hund Paul und natürlich auf den vielen Spielplätzen in der Umgebung.

In der Ferienzeit von meiner Tochter Mayra finden Sie uns aber auch mal im Bus, im Zoo, im Schwimmbad oder bei einem Ausflug in den Freizeitpark. Vorab bespreche ich aber immer mit Ihnen, ob ich Ihr Kind zu einer Aktivität mitnehmen darf und akzeptiere natürlich auch Ihre Grenzen. Ausschlaggebend ist auch, wie viele Kinder an diesem Tag bei mir sind. Mit 5 Kleinkindern wäre ein Besuch im Schwimmbad nicht zu bewältigen.

Ganz nebenbei lernen die Kinder bei unseren täglichen Aktivitäten in der Natur Regeln im Straßenverkehr oder dass man im Einkaufsladen nicht alles mitnehmen kann, was man möchte. Die Kinder lernen auch auf das langsamste Kind zu warten und dass man manche Dinge nur zu zweit oder mit der Hilfe von anderen schaffen kann. Sie lernen Tiere und Pflanzen kennen und lernen mit fremden Menschen zu interagieren. Alles in einer für sie sicheren Umgebung.  

Wir haben Hunger, Teil 2!

Zurück im Haus helfe ich allen Kindern beim Ausziehen und Händewaschen. Die Windeln werden geprüft und gewechselt, danach können die Kinder spielen.

Das Mittagessen wird vorbereitet bzw. zubereitet, während die Kinder sich entweder im Spielbereich aufhalten oder mit in der Küche sind.

Ich achte darauf, dass das Essen für die Kinder nicht zu aufwändig zubereitet werden muss, da einfach die Zeit fehlt. Aufwändigere Gerichte bereite ich bereits am Vorabend zu, damit sie nur erwärmt werden müssen.

Gekocht wird bei mir viel im Thermomix, da hier die Möglichkeit des Dampfgarens gegeben ist und gerade im Gemüse viele Vitamine erhalten bleiben.

Ich koche für die komplette Familie und achte darauf, dass die Nahrung nicht zu stark gewürzt ist. Hygiene ist ein sehr großer Punkt in unserer Familie, nicht nur in Bezug auf rohe Lebensmittel wie Hühnchenfleisch oder Gehacktes. Meine Tochter Mayra hat Zöliakie, d.h. sie darf kein Gluten zu sich nehmen, welches in Weizen, Dinkel, Roggen und allen anderen Getreidesorten zu finden ist. Gelangt doch eine kleine Menge Gluten in ihren Körper, ruft dies eine sofortige Entzündung im Darm und somit eine Schädigung hervor.

Unser Mittagessen ist also immer glutenfrei, Mehl wird immer ersetzt durch Mais-, Reis-, oder Kartoffelmehl.

Ich achte sehr darauf Ihren Kindern nur sichere Lebensmittel anzubieten, kaufe am liebsten frisch und taue nie auf, um Kontaminationen zu vermeiden.

Wenn Sie Fragen zur Zöliakie haben, sprechen Sie mich gerne an. Viele Informationen erhalten Sie auch über die Deutsche Zöliakie Gesellschaft e.V.: https://www.dzg-online.de/

Ich koche abwechslungsreich und mit Bedacht auf die Anforderungen kleiner Kinder. Sie als Eltern haben natürlich die Fachkompetenz und können mir sehr helfen, wenn es um den Geschmack und die Vorlieben Ihres Kindes geht. Ich zwinge kein Kind etwas zu essen, das es nicht möchte und zusammen finden wir bestimmt heraus, wie alle am Tisch glücklich werden.

Etwas das gestern noch gemocht wurde, wird nächste Woche bereits links liegen gelassen und das ist auch ganz normal. Ich biete den Kindern immer wieder Speisen an, die sie vielleicht nicht mögen, zeige ihnen aber, dass es in Ordnung ist etwas nicht zu mögen. Eine Alternative findet sich immer. Wenn die Wurst nicht schmeckt, dann vielleicht die Kartoffeln…

Für das Mittagessen berechne ich eine tägliche Pauschale von 2,50€. Natürlich können Sie Ihrem Kind das Mittagessen auch mitgeben. In vielen Fällen macht es das auch einfacher, da Sie ja wissen was Ihrem Kind schmeckt.

Mir ist es wichtig, die Kinder selbständig essen zu lassen. Hierbei können viele Erfahrungen gemacht werden.

Wie fühlt sich so eine Kartoffel an? Und fühlt der Spinat sich auch so an? Etwas ist heiß, oder schon kalt. Ich kann die Erbse auf meine Gabel pieksen! Warum kippt mein Essen immer vom Löffel?

Selbstverständlich unterstütze ich die Kinder beim Essen, sodass niemand hungrig ins Bett gehen muss, aber den Spaß Nahrung zu erfahren, und das dann noch in der Gruppe, lasse ich ihnen.

Nachdem alle gegessen haben und wieder sauber sind, wird es Zeit zum Schlafen. Einige Kinder ziehen ihren Schlafsack an und legen sich in ihre Reisebetten im Obergeschoss. Einige wiederrum bevorzugen das Sofa und schlummern bei ruhigen Klängen langsam dahin.

Auch das Schlafritual ist sehr individuell und sehr wichtig und ich gehe dabei auf jedes Kind ein. Natürlich kann ich nicht 3 Kinder ohne Aufsicht spielen lassen, während ich ein Kind ins Bett bringe, also bin ich immer kompromissbereit und entscheide spontan, wie die Situation zu bewältigen ist.

Findet ein Kind gar keinen Weg in den Schlaf kuscheln wir zusammen auf dem Sofa, im Sitzsack oder draußen im Garten. Wir gucken uns Bücher an oder hören kleine Geschichten. Manchmal hilft auch eine kleine Entspannungsübung.

Tadaaaa! Da bin ich wieder!

Nachdem die Kinder sich ausgeruht haben, beginnt die freie Spielzeit.

Als erstes erfolgt natürlich der Windel-Check, danach werden Getränke und Obst angeboten.

Unsere Nachmittage gestalten wir abhängig von den Abholzeiten der Kinder. Werden alle Kinder erst gegen 17 Uhr abgeholt, lohnt sich ein Besuch auf dem Spielplatz. Werden 2 Kinder aber schon gegen 15:30 Uhr abgeholt, bleiben wir im Garten oder in der näheren Umgebung. An Regentagen hüpfen wir vielleicht durch die Pfützen in unserer Straße und im Winter können wir hoffentlich einen Schneemann bauen.

Mit älteren Kindern bastele ich gerne mit Naturmaterialien oder wir versuchen uns als Maler.

 

… und Tschüss!

Beim Abholen Ihres Kindes haben Sie bitte Verständnis dafür, dass ich keine Zeit für ein längeres Gespräch mit Ihnen habe, da weitere Kinder zu beaufsichtigen sind. Für eine kurze Zusammenfassung des Tages und eine umfassende Verabschiedung reicht es aber auf jeden Fall. In dringenden Fällen können wir auch, nachdem das letzte Kind abgeholt wurde, nochmal telefonieren oder wir vereinbaren einen Termin für ein persönliches Gespräch.

So erreichst du mich!

Bisher kommuniziere ich mit meiner Elternschaft überwiegend über WhatsApp. Datenschutzrechtlich ist das nicht optimal und ich möchte Ihnen dazu einige Infos mitgeben.

Grundsätzlich ist es immer schwierig, Fotos und Daten über das Internet und Internetdienste mit anderen Menschen zu teilen, da hier die Gefahr besteht, dass unbefugte Dritte an die Daten oder eben die Bilder Ihres Kindes kommen und diese missbrauchen. Andererseits möchte man wissen, wie es dem Kind geht und freut sich, wenn man ein Bild seines Kindes bekommt.

Ich beschränke mich auf das Wesentliche und schicke Ihnen nicht stündlich ein Foto Ihres Kindes, aber gerade, wenn der Abschied tränenreich war, hilft es, wenn Sie ein Foto von Ihrem lächelnden Kind von mir bekommen.

Das Bewusstmachen, was schicke ich und wer hat vielleicht Zugriff auf diese Daten, hilft oft schon und bewahrt vor Missbrauch.

Natürlich akzeptiere ich es, wenn Sie Dienste, wie WhatsApp, nicht nutzen möchten und auch keine Fotos von Ihrem Kind zugesendet bekommen möchten. Regelungen dazu finden Sie in unserem Vertrag.


Endlich Urlaub!

Urlaub muss sein! Auch für Ihr Kind ist es sehr wichtig, gelegentlich Pausen von der Tagesmutter und dem Trubel in der Pflegestelle zu nehmen und die Zeit mit Mama und Papa und dem Rest der Familie zu nutzen.

Meine Urlaubszeiten gebe ich frühzeitig bekannt.

Hust! Röchel! Hust!

Im Krankheitsfall des Kindes, bitte ich Sie mir rechtzeitig Bescheid zu geben, damit ich den Tag ggf. umgestalten kann.

Nach einer Magen-/ Darm-Erkrankung oder Fieber muss Ihr Kind mindestens 48 Stunden frei von Symptomen sein, bevor es wieder in die Kindertagespflege gehen darf.

Kinder ohne Impfschutz nehme ich nicht auf.

Wenn meine Tochter krank ist oder ich selber erkranke, versuche ich Sie natürlich so schnell wie möglich zu informieren. Falle ich länger als 1 Woche aus, steht Ihnen über den Kreis Steinfurt eine Ersatz-Tagesmutter zu. Die zuständige Fachkraft vom SkF hilft Ihnen hier natürlich gerne.

Grundsätzlich empfehle ich aber immer ein gutes Netzwerk an Betreuungspersonen zu haben, damit im Falle eines Falles kein großes Durcheinander aufkommt und Ihr Kind bei einer vertrauten Person sein kann. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass so ein Netzwerk nicht immer möglich ist, wenn Sie sich für die Betreuung bei einer Tagesmutter entschieden haben, sollten Sie sich aber auf jeden Fall mit der Betreuungssituation im Notfall auseinandergesetzt haben.

Diabetes und Zöliakie

Aufgrund der Erkrankung meiner Tochter an Diabetes Typ1 und Zöliakie kann ich Ihr Kind bestens betreuen, sollte es betroffen sein. Ich selber bin auch von Zöliakie betroffen und habe eine Laktoseintoleranz, sodass ich auch hier bestens im Thema bin. Um meine Tochter bestmöglich und so gesund wie möglich beim Großwerden zu unterstützen, informiere ich mich über aktuelle Themen und bleibe im Austausch mit anderen Betroffenen.

Auch bei der Früherkennung kann ich helfen, da ich Erfahrungen damit habe, wie erste Anzeichen von Diabetes oder auch Zöliakie und Laktoseintoleranz aussehen können. Unser Hund Paul ist ausgebildet, Zuckerwerte außerhalb der Norm zu riechen und könnte dabei auch eine große Hilfe sein.

Diabetesmanagement und der Alltag in der Kindertagespflege lassen sich vereinbaren, auch wenn es am Anfang schwer erscheint. Die Beziehungspartnerschaft muss hier noch enger sein, damit das Kind optimal versorgt werden kann. Die Erkrankung ist präsent und die Behandlung notwendig, das Tageskind soll aber den gleichen Alltag erleben wie alle anderen Tageskinder auch und das kann ich ihm ermöglichen.  

Ende gut, alles gut!

Das Konzept steht, was ist aber mit der Flexibilität? Vielleicht brauche ich auch am Samstag mal eine Betreuung oder über Nacht?

Sprechen Sie mich gerne an, wenn sich an Ihrer Lebenssituation etwas ändert und Sie spontan Unterstützung benötigen. Unvorhersehbare Dinge passieren im Leben immer wieder und ich helfe Ihnen gerne.

Wenn ich weiß, dass mein Kind gut untergebracht ist, erst dann kann ich vernünftig funktionieren und ich vermute, dass es bei Ihnen ähnlich ist.

Ich sage es immer wieder gerne, sprechen Sie mich an! Lieber besprechen wir Themen zu oft, als dass Sie mit Bauchschmerzen und einem miesen Gefühl zu mir kommen oder nach Hause gehen. Mir ist es sehr wichtig, dass wir eine gute, offene und ehrliche Beziehung pflegen und Ihr Kind davon profitieren kann.

Ich danke Ihnen, dass Sie sich die Zeit genommen haben, mein Konzept zu lesen und damit auch mich besser kennenzulernen.

 

Alles Gute wünscht Ihnen

 

Alexandra Schulz